Inklusionspädagogisches Arbeiten

DSCI0051

Wir möchten jedem einzelnen Kind, ob mit oder ohne Behinderung, vielfältige und der Entwicklung angemessene Erfahrungsmöglichkeiten im Bildungsbereich, sowie im sozialen Miteinander bieten. Dies befähigt die Kinder zur Kooperation im täglichen Zusammenleben.
Grundvoraussetzungen dafür sind Beziehungsarbeit, Beziehungsgestaltung, vertrauensbildende Maßnahmen und die Verlässlichkeit und Struktur in den einfachen Dingen des Lebens.

Oberstes Prinzip ist für uns,  die personzentrierte Arbeitsweise

Kinder erfahren  sich in der Gemeinschaft  und sehen ihre Stärken und Schwächen. Gestärkte Beziehungs- oder Kommunikationsfähigkeiten beeinflussen das Selbstbild und den Selbstwert und tragen zu einem sozialen Miteinander bei.Wir möchten den Kindern dabei helfen ein positives Selbstkonzept zu entwickeln.
Wir möchten ein pädagogisches Milieu  schaffen, in dem alle Kinder gegenseitig voneinander profitieren können. Wir versuchen dabei den Kindern  mit hoher Wertschätzung zu begegnen und  sie als „Experten“ in ihrer eigenen Entwicklung zu sehen. Unsere systemische Haltung, unser Vertrauen in die positve Entwicklungsfähigkeit des Kindes, helfen hierbei entscheidend mit. Um den Kindern hier unterschiedliche Beziehungsangebote zu machen, arbeiten wir z.B. im Fachdienst personenzentriert (Carl Rogers).

  • Bedingungslose Annahme des Kindes
    Wir nehmen das Kind und die Familie an, so wie sie sind. Diese bedingungslose Annahme des Kindes ermöglicht Entwicklung, Kreativtät, Perspektivenwechsel oder auch Lösungen von großen und kleinen Problemen.
  • Wertschätzung dem Kind gegenüber
    Sie ist entscheidend und zeigt sich z.B. durch eine  Partnerschaftlichkeit dem Kind und seiner Familie gegenüber und durch die Berücksichtigung  kindlicher Bedürfnise. Partizipation, also das Kind an seiner Entwicklung teilhaben zu lassen, ist für uns unumgänglich.
  • Echtheit und Interesse – Konkruenz
    Diese Haltung der Entwicklung und dem Verhalten des Kindes sind  für die Entwicklung eines positiven Selbstkonzept und zur Entwicklung eines positiven Selbstbildes wesentlich.
  • Autonomie des  Kindes
    Autonomie bedeutet hier, ein Vertrauen in die Entwicklung des Kindes zu haben und die Unterstützung des Kindes sich frei zu entfalten. Dadurch erleben sich Kinder als kreative, handlungsorientierte Wesen, deren Handlungen von Bedeutung sind.
  • Anregung und Unterstützung
    Wir bieten dem Kind eine anregende Umgebung, die erlebenisintensivierende Angebote ermöglicht.
  • Sicherheit, Geborgenheit und Zuverlässigkeit
    In den Gruppen und natürlich im Fachdienst erfährt das Kind diese Befriedigung der Grundbedürfnisse. Damit können Kinder neue Erfahrungen machen und sind in der Lage zu explorieren.
  • Zulassen von Gefühlen
    Kindern erleben Gefühle zuzulassen. Auch solche,  wie Angst, Enttäuschung, Wut oder Trauer. Das Zeigen der Gefühle, das Spiegeln der Gefühle und durch das Gefühl des bedingungslosen Angenommenseins, gerade im Fachdienst, begünstigt  die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes.

Der eigene individuelle Entwicklungsverlauf des Kindes ist ein Kriterium, um Schwerpunkte in der Einzel- oder Kleingruppenförderung anzubieten.

 

 

 

 

 

 

Ein wichtiger Ansatz ist hierbei,  dass die Kinder Therapie/Förderung im Alltag erleben, in der Gruppe, in der Einzelsituation, je nach den eigenen Bedürfnissen und Erfordernissen.
Therapie heißt für uns in erster Linie, das Kind zu begleiten:

  • Der Fachdienst begegnet dem Kind im Alltag, diese Begegnung soll eine Bereicherung sein.
  • Der Fachdienst möchte Kinder fördern, ohne sie zu überfordern.
  • In der Fachdiensttätigkeit steht das Kind im Mittelpunkt, in seinem „So-sein-dürfen“.
  • Die Fachdienststunde ist an den Bedürfnissen des Kindes orientiert.
  • Der Fachdienst berät Eltern, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Umgang mit Kinder, die ein mehr an Förderung benötigen, um Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.

Fachdienst – konkret

Die Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fallbesprechungen, kollegiale Beratung und gegenseitige Intervision teil.

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Heilpädagogik im Hort
Im Hort arbeiten drei staatlich anerkannte Heilpädagoginnen. Sie haben Zusatzausbildungen im Bereich Psychomotorik, heilpädagogischer Tanz und heilpädagogische Spieltherapie und der Spieltherapie nach Professor Dr. Hocke.
Elternberatung und Bewegungsanalytischer Tanz (BAT)
Eine weitere Fachkraft in unserem Fachdienstteam arbeitet mit der Interaktionsberatung nach Papousek, ist Psychotherapeuthin (HP), Erzieherin und hat eine Zusatzausbildung in bewegungsanalytischem Tanz.
Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Außerdem haben verschiedene Mitarbeiterinnen  mit Zusatzausbildungen  in unterschiedlichen Fachgebieten, z.B., Psychomotorik, Entspannungspädagogik, Kursleitung Autogenes Training, Kulturpädagogik und systemische Pädagogik. Unser Team zeichnet sich durch eine hohe Kompetenz aus und ist zusammengesetzt aus unterschiedlichen Berufsgruppen: Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Heilerziehungspflegehelferinnen, Sozialpädagoge und einigen jungen engagierten Praktikanten aus unterschieldichen pädagogischen Ausbildungsberufen.

Das alles trägt dazu bei, unserem Ziel näher zu kommen, dass alle Kinder sich bei uns wohlfühlen können.

Ziele unserer inklusiven Arbeit sind:

  • Teilhabe und Chancengleichheit zu fördern
  • Partizipation in allen Bereichen zu ermöglichen
  • das positive Selbstkonzept des Kindes zu stärken
  • Selbstwirksamkeitserlebnisse zu schaffen
  • das gegenseitige Respektieren mit allen Stärken und Schwächen innerhalb der Gruppe, der Familie, im Alltag
  • das Erkennen der eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen und den Umgang damit
  • die gegenseitige Wertschätzung eines jeden Kindes in der Gruppe
  • Ressourcenorientierung, das Arbeiten mit den Stärken der Kinder
  • Achtsamkeit der pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, kein Kind im Alltag zu beschämen
  • Vertrauensbildende Maßnahmen im Gruppenalltag aber auch im Kontext der Begleitung des einzelnen Kindes und der Familie
  • Beziehungskorrigierende Erlebnisse schaffen
  • Ein Arbeitsbündnis mit den Eltern, zum Wohle des Kindes zu bilden
  • erlebnisintensivierende Angebote gestalten

Inklusion heißt für uns Vielfalt. Sie finden in unserem Hort eine bunte Vielfalt an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und  eine wundervolle Mischung an unterschiedlichen Kindern.
Wir denken, dass diese Vielfalt bereichert und freuen uns auf ein gemeinsames Miteinander bei uns im Hort:

  • Eine Vielfalt an Unterschieden, Meinungen, Kulturen, Religionen, Menschen.
  • Vielfalt bereichert!

Gemeinsam geht´s besser!

Seit 2011 versuchen wir eine inklusive Pädagogik in unserem Haus zu verankern. Die Inklusion verstehen wir als Prozess. Wir haben uns auf den Weg gemacht und stellen fest, er ist sehr steinig, da die Rahmenbedinungen durch gesetzliche Vorgaben noch nicht soweit abgesteckt sind, um wirklich inklusiv arbeiten zu können. Aber auch ein steiniger Weg kann begangen werden, wir fangen an und versuchen dabei auch ein paar Steine aus dem Weg zu räumen.

Jedes Kind ist bei uns willkommen, so steht es in unserem Leitbild. Gerne versuchen wir es!

Pfützenwandern_Juni_2009 007